Immer mehr Menschen leiden an empfindlicher, gestresster Haut. Kritische Hautzustände wie Neurodermitis, Akne oder Rosacea sind auf dem Vormarsch. Ein Grund dafür sind die wachsenden Herausforderungen, die wir an unsere Haut stellen: Stress, Luftverschmutzung, unser persönlicher Lebensstil, unsere Ernährung und vieles mehr. Dabei setzen wir doch alles daran, auch noch im hohen Alter gesund und fit zu sein - und genau so wollen wir auch aussehen. Der Ruf nach der Kraft der Natur und “Grüner Kosmetik” wird lauter - denn mit ihren unglaublichen Fähigkeiten bietet sie alles, um uns im modernen Alltag zu unterstützen. Aber was bedeutet eigentlich Naturkosmetik?

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Der kleinste gemeinsame Nenner

Tatsächlich gibt es keine einheitliche, nationale oder internationale gesetzliche Definition, was Naturkosmetik ist. Aus diesem Grund haben sich im Lauf der Zeit viele verschiedene Siegel heraus gebildet (BDIH, ECOCERT, NATRUE, um die wichtigsten drei zu nennen), die den Anspruch haben, ihre Produkte schondend für Mensch, Tier und Umwelt herzustellen. Der kleinste gemeinsame Nenner liegt hier vor allem darin, dass bestimmte Inhaltsstoffe wie Polyethylenglykol (PEG), Silikone, Parabene, synthetische Duftstoffe, Paraffine und andere Erdölprodukte vom Produktionsprozess ausgeschlossen werden. Jedoch unterscheidet sich der Mindestanteil der natürlichen Inhaltsstoffe und man kann zwischen “naturnaher Kosmetik”, “Naturkosmetik” und “Biokosmetik” unterscheiden.

Während naturnahe Kosmetikprodukte einen relativ hohen Anteil an konventionellen, synthetischen Inhaltsstoffen haben können und beispielsweise nur einige Prozent oder der namesgebende Inhaltsstoff natürlichen Ursprungs sind, baut echte Naturkosmetik tatsächlich auf einen Großteil natürlicher Inhaltsstoffe. Wie hoch die Anteile mindestens sein müssen, definiert das jeweilige Gütesiegel. Biokosmetik geht dabei sogar noch einen Schritt weiter. Sie erhebt nicht nur den Anspruch, dass der überwiegende Teil der Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs ist, sondern garantiert darüber hinaus, dass ein bestimmter Anteil dieser natürlichen Inhaltsstoffe auch aus biologischer Landwirtschaft stammt.

Bio-dynamische Zertifizierung

Meine Demeter-Zertifizierung könnte man grundsätzlich unter Biokosmetik einreihen, wobei noch eine zusätzliche Komponente - die Biodynamie - hinzu kommt. Die wenigen Demeter-zertifizierten Kosmetikmarken die es gibt, müssen mindestens 95% der verwendeten Inhaltsstoffe aus ökologischem Ursprung und mehr als 90% aus Demeter, als bio-dynamischer-Herstellung sein.  Das strenge Siegel garantiert Dir also ein nachhaltig hergestelltes Produkt, selbstverständlich ausnahmslos ohne Tierversuche. Allerdings dürfen bei Demeter sehr wohl tierische Inhaltsstoffe verwendet werden - so findest du in meinen Pflegen z.B. Sahne und Ghee bei den Zutaten - natürlich aus streng bio-dynamischen Betrieben von glücklichen Tieren.

Wie du siehst ist es gar nicht so einfach eine klare Linie zu ziehen, deshalb bin ich auch fest davon überzeugt, dass es wichtig ist, dass Du darauf hörst was Deine Haut dir sagt. Jeder Mensch ist individuell und so auch die Bedürfnisse seiner Haut.