Ich hab’s mit Chemie nicht so! Sie war mir immer schon suspekt - egal ob als unverständliche E-Nummer im Essen oder als unaussprechlicher Konservierungsbestandteil eines Getränks. Das ist auch der Grund, warum ich mich - von der Ernte meiner Rohstoffe über die Herstellung bis hin zur Verpackung meiner Pflegeprodukte - den höchsten Standards verpflichtet fühle. Du wirst in diesem Kontext vermutlich mehrmals die Begriffe Demeter und bio-dynamisch lesen. Zeit, dass ich Dir erkläre, was es damit auf sich hat.

Was biologisch-dynamisches Arbeiten bedeutet

Bio-dynamisches Wirtschaften gilt als die nachhaltigste Form der Landwirtschaft, weil sie dafür sorgt, dass die Humus-Schicht kontinuierlich wächst. Die Heilpflanzen, Kräuter und Früchte, die wir für unsere Pflegeprodukte verarbeiten, werden mit einer Form der Gründüngung versorgt. So werden etwa in meiner Familie, den Demeter-Pionieren vom Weingut Nikolaihof Wachau, eiweißhaltige Hülsenfrüchtler und Wildkräuter ausgesät, um dem Boden auf ganz natürliche Art und Weise Stickstoffe zuzuführen. Darüber hinaus wird die Bodenfruchtbarkeit mit selbst hergestellten, feinstofflich wirkenden Präparaten aus Mist, Mineralien und Heilpflanzen nachhaltig erhöht, um sowohl bei den Geschmacks- als auch den Inhaltsstoffen das Beste herausholen zu können.

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Werden meine Pflanzen einmal von einer Krankheit oder "Schädlingen" geplagt, setze ich auf die Arbeit von Nützlingen und Präparaten in homöopathischen Dosen. Auch die Konstellation von Mond und Sternen ist mir bei Fragen zum Umgang mit meinen Rohstoffen eine große Hilfe. Ich verspreche Dir, dass ich gänzlich auf Pestizide, Herbizide oder ähnlich chemisch-synthetische Zusatzstoffe verzichte. Die Chemiekeule ist schon allein aus tief empfundenem Respekt vor der Tier- und Pflanzenwelt und dem Wissen um ihre Kraft zur Selbstheilung Tabu. Deshalb gehe ich bei meinen Inhaltsstoffen, die ich in biologischer oder am liebsten in bio-dynamischer Qualität aus den Wachauer Weingärten oder Region beziehe, ebenso keine Kompromisse ein, wie bei der Pflege meiner Haut.

Warum ich von Demeter als Zertifizierung überzeugt bin

Auf der Suche nach einem geeigneten Siegel zum Nachweis meiner Qualität bin ich auf unzählige verschiedene Zertifikate gestoßen. Aber wie das mit diesem undurchsichtigen Dschungel an Zertifikaten so ist: Am Ende sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das Sammeln von unterschiedlichen Siegeln erschien mir deshalb nicht das Wichtigste zu sein. Deshalb beschloss ich, einen anderen Weg zu gehen.

Mit Demeter gehe ich auf Nummer sicher und verpflichte mich den strengsten, aber wie ich finde, ehrlichsten Regeln im Bereich der bio-dynamischen Landwirtschaft. Nach diesen Prinzipien zu wirtschaften bedeutet nicht nur einen ökologischen Produktionsbetrieb zu leiten, sondern die Arbeit als Demeter-Landwirt ganzheitlich zu verstehen und so auch die irdischen und kosmischen Lebenszusammenhänge zu berücksichtigen. Wir verpflichten uns damit der strengsten und ältesten Form der biologischen Landwirtschaft. Der ganzheitliche Ansatz der bio-dynamischen Landwirtschaft betrifft neben Anbau, Ernte und Herstellung auch die systematische Ausrichtung eines Betriebs auf das Tierwohl sowie eine spezielle Form des Düngens mit speziellen Präparaten.

Für meine Demeter-Kosmetik gelten außerdem strenge Vorgaben: Mindestens 95 Prozent aller Zutaten müssen aus ökologischem Ursprung, mehr als 90 Prozent zudem aus Demeter-Herstellung stammen.

Trotz dieses eindeutigen Bekenntnisses zur Natur ist mir klar: Eine Zertifizierung kann für mich immer nur ein Mindestmaß darstellen, das ich versuche, nach oben hin zu verbessern. Ich möchte keine Schlupflöcher finden, sondern eine gute Grundlage für ein Höchstmaß an Qualität.